Svenja Bremer
Ich berate Menschen an Wendepunkten, an denen eine Rolle endet und eine neue beginnt.
Svenja
Ich wusste lange nicht, was ich werden will. Hebamme, Modedesignerin, dann eine Ausbildung bei der KfW, spontan. Aus dem Spontanen wurden zwölf Jahre.
Gekündigt habe ich in Kapstadt, morgens um vier auf dem Lion’s Head, mit Blick auf die Stadt. Mein Weg war nicht gerade. Aber jeder Schritt hat mir etwas beigebracht, das ich heute brauche: Zahlen lesen, Menschen zuhören, und einer Position eine Form geben, die andere erkennen.
Ich berate seit über zehn Jahren Menschen, die gründen, übergeben oder übernehmen. In dieser Zeit habe ich in sehr viele Unternehmen hineingesehen, kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Firmen, Soloselbstständige und Familienunternehmen in dritter Generation. Ich habe gesehen, was trägt und was nicht, und ich habe gelernt, dass die Antwort selten in den Zahlen allein steht.
Bei der KfW habe ich gelernt, wie Finanzierungsentscheidungen wirklich fallen und woran gute Vorhaben scheitern, bevor sie überhaupt starten. Dieses Wissen ist bis heute die Grundlage meiner Arbeit: Ich prüfe zuerst, ob es sich rechnet, und dann alles andere.
Nach zwölf Jahren in einem großen, sicheren Unternehmen bin ich meinen eigenen Weg gegangen und habe gegründet. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der Rahmen wegfällt, der einen bisher getragen hat, und man plötzlich selbst für alles verantwortlich ist. Ich weiß, wie viel Klarheit es braucht und wie viel Vertrauen in die eigene Entscheidung. Deshalb kann ich diesen Schritt begleiten, ohne ihn kleinzureden.
Bei der Handwerkskammer habe ich als Unternehmensberaterin Betriebe durch Gründungen und Übergaben geführt, heute unterrichte ich dort als Dozentin. Dort habe ich gelernt, worum es bei einer Nachfolge wirklich geht: um zwei Menschen, die über Monate aneinander vorbeireden und keiner spricht es aus. Um den Vater, der nicht loslassen kann. Um die Tochter, die nichts falsch machen will. Um das Team, das erst einmal abwartet. Verträge regeln die Form. Ob eine Übergabe hält, entscheidet sich davor, und dort arbeite ich.
"Ich rede Klartext, aber ich höre vorher zu.
Meine Kundinnen und Kunden sagen, ich wüsste, wann es hart sein muss und wann sanfter.
Ich halte das für das Genaueste, was man über meine Arbeit sagen kann. Klartext ohne Zuhören ist nur laut."
BÜHNE UND PLATTFORM
Ich stehe gern auf Bühnen. Nicht, weil ich gern rede, sondern weil ich dort in vierzig Minuten etwas weitergeben kann, das in der Beratung Monate braucht: einen Blick auf Gründung und Nachfolge, der bei den Menschen anfängt und bei den Zahlen ankommt. Ich erzähle von echten Fällen, anonymisiert, aber so, wie sie passiert sind, auch die unbequemen Teile. Wenn danach jemand nach Hause fährt und ein Gespräch führt, das er seit Jahren vor sich herschiebt, hat sich der Abend gelohnt. Zuletzt stand ich auf der Mainstage der HEROCON, dem Handwerker-Event des Jahres.
Mit WHO:IN und WHO:NEXT habe ich eine Plattform für Gründung und Nachfolge aufgebaut, mit NEXT BOSS eine Initiative, die Nachfolge ins Rampenlicht holt. Weil Deutschland mehr Menschen braucht, die gründen, und mehr Übergaben, die halten.
WOFÜR?
Deutschland braucht mehr Menschen, die unternehmerisch denken. Mehr Menschen, die aus Ideen etwas bauen. Mehr Menschen, die Nachfolgen nicht scheitern lassen, weil sie den Mut finden, das Richtige zu sagen. Mehr Menschen, die einen neuen Anfang nicht als Risiko sehen, sondern als Strategie. Ich arbeite an dieser Bewegung. In der Beratung. Auf Bühnen. Über meine Plattformen. Und in jedem einzelnen Gespräch.
Referenzen
Hier findest du eine Auswahl meiner Vorträge, Veröffentlichungen, Interviews und Projekte. Die Beiträge geben dir einen Einblick in meine Arbeit als Speakerin, Autorin und Beraterin. Alle Inhalte sind direkt verlinkt und die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert.
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